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GESCHICHTE

Die Gründung des Schweizer Messerschmiede Verbandes

Die Gründung des «Schweizerischen Messerschmiede Verbandes» ist eng mit der Entstehung des Schweizer Soldatenmessers verbunden. 1889, eine Zeit, in der Messer noch in kleinen, wasserbetriebenen Messerschmieden von Hand gefertigt wurden, wollte die Schweizer Armee erstmals in grossen Mengen neuartige Messer für Soldaten einkaufen.

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Für die Demontage des neuen «Schweizerischen Repetiergewehr 1889» wurde ein Werkzeug mit mehreren Funktionen entwickelt: das Soldatenmesser. Ein neuartiges Messer, welches Schraubenzieher, Klinge, Ahle und Büchsenöffner vereinte. Erste Prototypen wurden in der Deutschen Messerschmiede-Stadt Solingen hergestellt.

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Das Militärdepartement erhielt Ende 1890 die Erlaubnis, in Deutschland eine erste Bestellung von 15`000 Soldatenmessern in Auftrag zu geben. Man bezweifelte, dass die Schweizer Messerschmiede grössere Stückzahlen liefern konnten. Nach grosser Empörung in der Schweizer Presse, wurden dann schliesslich auch die inländischen Messerschmiede berücksichtigt.

Zeitgleich mit dieser Ausschreibung und Dank der «energischen Propaganda» von Karl Elsener aus Ibach kamen am 1. Februar 1891 in Olten erstmals 30 Berufskollegen zusammen und gründeten, unter dem Vorsitz von Herrn Elsener, den «Schweizerische Messerschmiede Verband». An dieser ersten Tagung lagen die Muster und Vertragsbedingungen für das neue Soldatenmesser vor. Es wurde rege diskutiert, man konnte sich aber nicht auf eine einzige, gemeinsame Lieferung einigen. Die Preise der Deutschen Konkurrenz waren zu sehr gedrückt. Es stand jedoch jedem Mitglied frei, sich eigenständig zu beteiligen.

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Der Verband der Schweizer Messerschmiede gab diesen kleinen Handwerksbetrieben erstmals eine Stimme, die bis nach Bundesbern gehört wurde. Er vertrat fortan die Interessen der schweizerischen Messerschmiede in allen notwendigen Belangen und kümmerte sich mit der Lehrlingsausbildung um die Sicherstellung der Qualität des Messer-Handwerkes in der Schweiz. Das Schweizer Taschenmesser indes erhält dadurch weltweite Bekanntheit und wurde zum Synonym für Multi-Funktionalität und Qualität.

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Eine ausführliche Zusammenstellung der Geschichte des Schweizer Soldatenmessers und der Geburtsstunde des Schweizerischen Messerschmiede Verbandes ist bei Elsi Nox erhältlich, siehe link weiter unten.

Geschichte

Jubiläumsberichte

Die Jubiläumsberichte zum 50 und 75 jährigen Bestehen des Verbandes dokumentieren die Entstehung und die zahlreichen Tätigkeiten des Verbandes.

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VSM, Gründung und Entwicklung

Der Broschüre zur Gründung und Entwicklung des VSMs schildert die Umstände, unter denen der Verband gegründet wurde, und wie er sich in den über 130 Jahren Verbandsgeschichte entwickelt hat. 90 Seiten, geschrieben von Elsi Nox, 2025.

10.00 CHF, inkl. Versand in der Schweiz.

«Die Geschichte des Schweizer Soldatenmesser»

Der Broschüre «Die Geschichte des Schweizer Soldatenmesser» dokumentiert die Geburtsstunde des Schweizer Soldatenmesser. Geschrieben von Elsi Nox, 2023. Zu bestellen auf seiner Website.

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Frühes Lehrlingswesen

1895, vier Jahre nach Verbandsgründung werden erstmals die Arbeiten festgelegt, die ein Lehrling bei seiner Prüfung zum Messerschmied beherrschen muss.

 

Ab 1916 wird das Lehrlingswesen für den Verband immer wie wichtiger. Es werden Experten aus den eigenen Reihen gestellt, um die Lehrlinge zu prüfen und den Standart der Ausbildung zu sichern. Ein Leitfaden für die Prüfung der Lehrlinge wird 1924 in zweiter Ausgabe veröffentlicht. Dieses über 100 jährige Dokument könnte als Grundlagen für das «moderne» Berufsbild des Messerschmiedes EFZ angesehen werden.

Verband Schweizerischer Messerschmied-Meister
und verwandter Berufe

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c/o Lorenzi Messer

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Stampfenbachplatz 4

8006 Zürich

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